Sauer macht nicht immer lustig Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt und eine gesunde Darmflora sind nicht nur in der heutigen Zeit die tragenden Säulen der Gesundheit. Der Säure-Basen-Haushalt ist eine allgemeine Bezeichnung für viele physiologische Regelmechanismen in unserem Körper. Diese halten den Ablauf von notwendigen Stoffwechselvorgängen bei einem pH-Wert von ca. 7,4 im Blut aufrecht. Menschen bei denen dieses Gleichgewicht gestört ist, reagieren häufig mit Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Antriebslosigkeit und erhöhtem Stressempfinden. Schlicht: Unlust!
Warum ist das so? Die Ursache liegt in der heutigen Lebensweise – Hektik, ungesunde Ernährung und massive Umweltbelastungen sind an der Tagesordnung. Da wird man schnell „stink sauer“ oder es stößt einem etwas „sauer auf“. Nur eine Redewendung?
Der menschliche Körper produziert stets mehr Säuren als Basen. Dieser Überschuss kann aber nur bedingt über Nieren und Lungen ausgeschieden werden. Wird der Säureanteil zu hoch, müssen basische Mineralien aus dem Knochen freigesetzt werden, um diesen Überschuss zu neutralisieren. Was nicht ausgeschieden oder neutralisiert werden kann, wird im Blut oder im Bindegewebe kurzzeitig zwischengelagert, damit der Stoffwechsel nicht beeinflusst wird. Durch unsere Ernährung machen wir es unserem Körper noch schwerer, ein „vernünftiges“ Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen zu halten. Wir nehmen zu viele „saure Sachen“ zu uns. Zum Beispiel tierische Eiweiße (Fleisch, Wurst, Eier, alle Milchprodukte), auch Kaffee, Cola, kohlensäurehaltiges Wasser, Nikotin und Alkohol gehören dazu.
Basische Lebensmittel wie Gemüse, Kartoffeln, Obst und Salate werden im Vergleich sparsamer verzehrt.
Ausgewogene und regelmäßige Mahlzeiten, der Verzicht auf Nikotinkonsum, normales Körpergewicht, sowie ausreichend Schlaf, Ruhe, Ausgeglichenheit helfen dem übersäuerten Körper sich selbst zu regulieren. Regelmäßige Bewegung aktiviert den Stoffwechsel und führt zu einer besseren Ausscheidung.
Wie kann ich selbst feststellen, ob mein Körper übersäuert ist? Eine mögliche Kontrolle ist die Messung des Urin pH-Wertes mittels Teststreifen. Diese werden zu verschiedenen Tageszeiten in den Urin gehalten und der Farbumschlag gibt den pH-Wert an. Optimal sind Messungen zu 5 verschiedenen Tageszeiten (7, 10, 12, 15 und 18 Uhr) jeweils vor den Mahlzeiten. Bei nicht „übersäuerten“ Menschen kann auf diese Weise ein rhythmischer Wechsel der pH-Werte festgestellt werden. Sollten sich keine unterschiedlichen Ergebnisse präsentieren, sollten Sie etwas unternehmen.
Sind sie jetzt neugierig geworden, dann testen sie sich doch mal!
Harnteststreifen zum Bestimmen des Harn-pH-Wertes
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