Woher kommt das Rauchen? Jeder kennt die Bilder aus der Kinderzeit: Zwei Indianer sitzen in ihrem Tipi am kleinen Feuer und rauchen die Friedenspfeife während sie wichtige Themen ihrer Zeit besprechen. Das Rauchen nahm bei den Indianern einen besonderen Stellenwert ein. Es blieb außergewöhnlichen Situationen und weisen Männern vorbehalten. Im 16. Jahrhundert kam der Tabak aus der Neuen Welt nach Europa. Hundert Jahre später kam das Rauchen hier groß in Mode, blieb jedoch mit Ruhe und Besinnlichkeit verbunden. Das Stopfen der Pfeife war ein Ritual, dass viel Aufmerksamkeit erforderte und nicht nebenbei erledigt werden konnte. Erst mit der Entwicklung anderer Formen des Tabakkonsums - der Zigarre und schließlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Massenfertigung der Zigarette - wurde das Rauchen für jedermann zugänglich und in nahezu jeder Situation durchführbar. Jetzt waren die Samen für die Entstehung einer breiten Abhängigkeit gesät.
Bereits an der Wende zum 20. Jahrhundert erkannte man die Schädlichkeit des regelmäßigen Rauchens und seine gesundheitlichen Folgen.
Warum macht Rauchen abhängig? Der Raucher ist psychisch und körperlich von der Zigarette abhängig. Das eine verursacht die Gewohnheit, das Ritual, die angenehmen Dinge, die mit dem Tabakgenuss verbunden sind. Das andere verursacht das Nikotin. Es ist ein natürlicher und hochgiftiger Bestandteil des Tabaks, der bei Neulingen Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Schwindel verursacht. Diese lassen jedoch mit dem weiteren Konsum nach und werden durch positive Erscheinungen wie erhöhter Konzentration, Entspannung bei Stress und besserer Laune ersetzt. Die Verbindung von angenehmen Dingen wie Geselligkeit, Pausenzeiten und Kaffeetrinken mit dem Rauchen verursacht beim Raucher eine gefährliche Kopplung. Beim Rauchen träumt er sich all die schönen Dinge herbei und bekommt nicht genug davon. Der Zustand, der dem Körper vorgespielt wird, hält bei einem starken Raucher nur 20 bis 30 Minuten an, dann wächst der Drang nach der nächsten Zigarette. Wird der Wunsch nicht erfüllt, treten Mangelerscheinungen auf - der Entzug. Er kann wenige Tage bis mehrere Wochen andauern.
Der Entzug: Neben dem Entzug der positiven Reize, die mit der Zigarette verknüpft waren, stellen sich auch körperliche Entzugserscheinungen ein, wie Schlaflosigkeit und Konzentrationsschwierigkeit, Hungergefühl und Verdauungsstörungen. Das führt oft zum Scheitern des Entwöhnungsversuchs. Einfacher ist es, dem Nikotinentzug zu begegnen. Dazu gibt es viele verschiedene Ersatzmittel, die dem Körper eine Zeit lang weiter Nikotin zuführen und den Entwöhnenden erfolgreich zum Ziel führt.
Hilfsmittel bei der Raucherentwöhnung
Nikotinpflaster Das Nikotinpflaster eignet sich für starke regelmäßige Raucher. Das Pflaster ist einmal täglich anzuwenden. Es gibt kontrollierte Dosen Nilotin über die Haut ab und vermindert somit starke Entzugserscheinungen.
Nikotinkaugummi Der Nikotinkaugummi ist besonders für unregelmäßige Raucher geeignet. Im Gegensatz zu Pflaster, das konstant Nikotin abgibt, ist der Kaugummi je nach Badarf einsetzbar. Beim Kauen wird Nikotin über die Mundschleimhaut in die Blutbahn gegeben. Dazu kommt, dass das Kauen oft eine zusätzlich beruhigende Wirkung hat.
Nikotinnasalspray Der Nikotinnasalspray ist für starke Raucher, die einen sofortigen Raucherstop durchführen. Eine ärztliche Verordnung ist notwendig. Es gibt einen rasanten Nikotinschub über die Nasenschleimhaut. Für diese Wahl ist das Rauchen komplett einzustellen, da es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen kann. Leider kommt es bei der Nutzung von Nikotinnasalspray zu Irritationen in Nasen- und Rachenbereich!
Nikotinlutschtabletten Die Nikotinlutschtablette verhält sich ähnlich wie der Nikotinkaugummi. Er ist geeignet für diejenigen, die gern lutschen und sich dadurch ein beruhigender Zustand einstellt. Das Nikotin wird langsam beim Lutschen an die Mundschleimhaut übertragen.
Nikotinsublingualtabletten Die Nikotintabletten sind für diejenigen geeignet, die eine unauffällige Raucherentwöhnung bevorzugen, denn bei der Anwendung der Tablette können Sie problemlos reden. Die Nikotintablette (Sublingualtabs) wird auf die Zunge gelegt bis sie sich aufgelöst hat. Das Nikotin wird wie beim Kaugummi über die Mundschleimhaut aufgenommen.
Nicotin Inhaler NEU Der Nicotin Inhaler ist für diejenigen geeignet, die die rauchfreien Phasen vergrößern wollen und somit einen langsamen Ausstieg aus dem Raucherleben wünschen. Mit dem Inhaler können Sie wie an einer Zigarette ziehen und das Nikotin inhalieren, aber ohne jeglicher schädlicher Zusatzstoffe einer Zigarette. Das Nikotin wird dabei über die Mund- und Rachenschleimhaut aufgenommen.
Es gibt sehr viele verschiedene Methoden zur Raucherentwöhnung, vom Spontanentschluss bis zur Kombinationsbehandlung aus Verhaltenstherapie und Nikotinsubstitution. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
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