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DOLOBENE Ibu Gel  

Anwendungsgebiete 

Beschwerden bei: Schwellungen, Blutergüssen und Entzündungen nach stumpfen

Verletzungen der Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden, Bänder, Gelenke, wie

Quetschungen und Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen; Tennisellenbogen,

Sehnenentzündungen, Sehnenscheidenentzündungen, Schleimbeutelentzündungen.

Akute Neuralgien (Nervenschmerzen), Arm- und Schultersteife (Periarthritis humeroscapularis).

 

Zusammensetzung 

100 g Gel enthalten: 

Arzneilich wirksame Bestandteile:

15,0 g Dimethylsulfoxid (DMSO)

50.000 I.E. Heparin-Natrium (Schweine-Mucosa; derzeit gültiger WHO-Standard)

2,5 g Dexpanthenol

 

Sonstige Bestandteile: 

Macrogol-Glycerol-Hydroxystearat, Propylenglycol, Polyacrylsäure, Trometamol,

Isopropylalkohol, Rosmarinöl, Latschenkieferöl, Citronellöl, gereinigtes Wasser.

Darreichungsform und Inhalt

Dolobene® ist in Tuben zu 50 g Gel, 100 g Gel, 150 g Gel, im Gel-Roller zu 50 g Gel

 

 

Was müssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig Dolobene® angewendet haben? 

Wenn Sie zuwenig Dolobene® anwenden, kann der erwünschte Behandlungserfolg

ausbleiben.

 

Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder 

vorzeitig beenden? 

Sobald Ihre Beschwerden gebessert sind, können Sie die Behandlung mit Dolobene®

ohne weiteres beenden.

 

Nebenwirkungen 

 

Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Dolobene® auftreten? 

Gelegentliche Nebenwirkungen: 

– Hautrötungen, Juckreiz und Brennen verschwinden im allgemeinen während der

weiteren Behandlung,

– allergische Hauterscheinungen,

– kurz nach der Anwendung von Dolobene® kann Mundgeruch („knoblauchartig“)

auftreten. Eine gelegentlich auftretende veränderte Geschmackswahrnehmung

verschwindet jedoch wieder nach wenigen Minuten.

 

In Einzelfällen auftretende Nebenwirkungen: 

– Allergische Sofortreaktion mit Nesselsucht (Urtikaria) und Haut- bzw. Schleimhautschwellungen

vor allem im Gesichts- und Mundbereich (Quincke-Ödem).

 

Wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage

aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

 

Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen? 

Bei Hautrötungen, Brennen oder Juckreiz genügt meist ein Absetzen von Dolobene®.

Beim Auftreten von Nebenwirkungen an der Haut, die über eine leichte Rötung mit

Juckreiz an der Auftragungsstelle hinausgehen oder die Schleimhäute betreffen,

setzen Sie das Präparat ab, und informieren Sie bitte Ihren Arzt, damit er diese ggf.

spezifisch behandeln kann.

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels

Das Verfallsdatum ist bei Tube/Spender auf der Faltschachtel und direkt auf

Tube/Spender oder auf dem Gel-Roller aufgedruckt.

Verwenden Sie Dolobene® nicht mehr nach diesem Datum!

Wie ist Dolobene® aufzubewahren?

Schließen Sie die Tube bzw. den Gel-Roller sorgfältig nach Gebrauch.

Bewahren Sie Dolobene® nicht über 25°C auf.

Spender: Behälter steht unter Druck. Vor Sonnenbestrahlung und Temperaturen über

50°C schützen. Auch nach Gebrauch nicht gewaltsam öffnen oder verbrennen. Nicht

gegen Flamme oder auf glühenden Gegenstand sprühen. Von Zündquellen fernhalten.

Nicht rauchen. Nicht in die Augen sprühen!

Achten Sie stets darauf, daß Sie Dolobene® so aufbewahren, daß es für Kinder

nicht zu erreichen ist!

  

Gegenanzeigen 

Wann dürfen Sie Dolobene® nicht anwenden?

Dolobene® darf nicht angewendet werden

– wenn Sie bereits auf einen der in Dolobene® enthaltenen Stoffe allergisch reagiert

haben,

– bei Asthmatikern (aufgrund des Gehaltes an Latschenkiefernöl),

– bei Kindern unter 5 Jahren.

 

Wann dürfen Sie Dolobene® erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden? 

Im folgenden wird beschrieben, wann Sie Dolobene® nur unter bestimmten

Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu

bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.

Die Behandlung ist mit Ihrem Arzt genauestens abzuwägen

– bei schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen,

– bei Kreislaufschwäche

– in der Schwangerschaft und während der Stillzeit.

 

Was müssen Sie in der Schwangerschaft und Stillzeit beachten? 

Da keine Erfahrungen vorliegen, sollte Dolobene® nicht in der Schwangerschaft und

Stillzeit angewendet werden.

Was ist bei Kindern und älteren Menschen zu berücksichtigen?

Aufgrund fehlender Erfahrungen bei Kindern sollte Dolobene® bei Kindern unter

5 Jahren nicht angewendet werden. Für ältere Patienten gibt es keine

 

Anwendungsbeschränkungen. 

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise

 

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden? 

Bitte tragen Sie Dolobene® nicht auf Schleimhäute (z.B. Augen, Mund, Nase), offene

Wunden oder auf kranke oder vorgeschädigte Haut (z.B. nach Bestrahlung, starken

Sonnenbränden, Operationsnarben) auf. Um unerwünschte Wirkungen von anderen

Substanzen zu vermeiden, sollten unmittelbar vor und nach dem Auftragen von

Dolobene® auf den betreffenden Hautbezirk keine anderen Arzneimittel, Kosmetika

oder Chemikalien aufgebracht und der Hautbezirk vor Anwendung von Dolobene®

gegebenenfalls gereinigt werden.

Bei der Anwendung unter Verbänden:

Verband erst dann anlegen, wenn das Gel indie Haut eingezogen und der enthaltene Alkohol verdunstet ist (wenige Minuten).

 

Wechselwirkungen 

 

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Dolobene®? 

Die Aufnahme anderer, an gleicher Stelle aufgetragener Substanzen kann verstärkt

werden. Bei gleichzeitiger Anwendung von Sulindac-haltigen Arzneimitteln und

DMSO (ein Wirkstoff in Dolobene®) kann eine sog. periphere Neuropathie (Nervenschädigung)

hervorgerufen werden. Zur Zeit sind jedoch keine Sulindac-haltigen

Mittel in Deutschland im Handel.

Beachten Sie bitte, daß diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel

gelten können.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung

Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Dolobene® sonst nicht

richtig wirken kann!

 

Wieviel von Dolobene® und wie oft sollten Sie Dolobene® anwenden? 

 

Dolobene® wird 2–4 mal täglich sparsam aufgetragen.

Tube/Spender: Auf einer Fläche von der Größe des Knies werden im allgemeinen

etwa 3 cm Gelstrang benötigt.

Gel-Roller: Mit dem Gel-Roller mehrmals über das schmerzende Gebiet rollen, bis

sich ein dünner Dolobene®, Gel Film gebildet hat.

Wie und wann sollten Sie Dolobene® anwenden?

Dolobene® in einer dünnen Schicht und großflächig auf der Haut des schmerzenden

Gebietes verteilen.

Hinweis: Vor der ersten Benutzung des Dolobene®, Spenders Schutzkappe

abnehmen!

 

Wie lange sollten Sie Dolobene® anwenden? 

 

Falls nach 10 Tagen Anwendung von Dolobene® keine Besserung Ihrer Beschwerden

eintritt, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.

Hinweis für spezielle Anwendungen von Dolobene®, Gel

Dolobene®, Gel und Iontophorese (Elektrotherapie):

Dolobene® ist zur Iontophorese geeignet, da in Dolobene® Heparin enthalten ist,

das beim pH-Wert der Haut als Anion vorliegt. Unter der Kathode aufgetragen,

kommt es deshalb bei der Iontophorese mit Dolobene® zu einem vermehrten

Einschleusen von Heparin ins behandelte Gebiet. DMSO hat synergistische

Effekte zu den Wirkungen des Stromes (Schmerzlinderung, Verminderung von

Ödemen.)

Vorsicht! Auch Strombehandlung alleine kann lokale Hautreizungen verursachen.

Es sind deshalb die Therapievorschläge der Gerätehersteller zu beachten, um bei

kombinierter Anwendung mit Dolobene® vermehrte lokale Hautreizungen zu

vermeiden.

Wichtig! Achten Sie deshalb immer darauf, daß eine ausreichende Abdeckung

der Elektroden durch einen feuchten Schwamm oder ähnliches erfolgt.

Dolobene®, Gel und Ultraschall: Dolobene® ist als wirkstoffhaltiges Kontaktgel

geeignet für die Ultraschalltherapie (Phonophorese). Die Wirkstoffe DMSO und

Heparin in Dolobene® ergänzen hierbei die therapeutischen Wirkungen der

Ultraschallwellen.

 

Anwendungsfehler und Überdosierung 

 

Was ist zu tun, wenn Dolobene® in zu großen Mengen angewendet wurde 

(beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)? 

Vergiftungsfälle mit Dolobene® sind nicht bekannt.

 

Stand der Information

Mai 2006

Versionscode: Z02

und im Spender mit 195 g/200 ml Gel, AP mit 400 g Gel, AP mit 4 x 195 g Gel

(Spender) erhältlich.

Dolobene® ist ein schmerzstillendes und entzündungshemmendes Gel.

Pharmazeutischer Unternehmer

Merckle Recordati GmbH, Eberhard-Finckh-Str. 55, 89075 Ulm.

Telefon: (0731) 7047-0

Fax: (0731) 7047-298

Hersteller

Merckle GmbH, Ludwig-Merckle-Str. 3, 89143 Blaubeuren

 

Quelle: Hersteller 

 


Anwendungsbereiche
Zur äußeren Anwendung bei:
- Schwellungen und Entzündungen der gelenknahen Weichteile (z.B. von Schleimbeutel, Sehnenscheiden, Bänder)
- Sport- und Unfallverletzungen, wie:
- Prellungen
- Verstauchungen und Zerrungen
Wie wird das Arzneimittel dosiert?
Wer? Einzeldosis? Gesamtdosis? Wann?
Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene 4-10 cm Stranglänge 3-mal täglich verteilt über den Tag
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach ein. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt 2-3 Wochen.

Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Aufbewahrung
Aufbewahrung

Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 12 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Offene Verletzungen, Entzündungen der Haut und Ekzeme

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 14 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautrötung
- Juckreiz
- Brennen auf der Haut
- Austrocknung der Haut

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
- Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Polyethylenglycol (E-Nummer E 431)!
- Vorsicht bei Allergie gegen das Lösungsmittel Propylenglycol (E-Nummer E 477)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Gewürze, ätherische Öle und Terpentinöl!
- Vorsicht bei Allergie gegen Kumarine!
- Vorsicht bei Allergie gegen Anthranilsäure-Derivate, die u. A. in Schmerzmitteln, aber auch in Bitterorangen- und Zitronenschale vorkommen!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff gehört zu einer Gruppe von Stoffen, die sowohl gegen Schmerzen, als auch gegen Entzündungen wirken und Fieber senken können. Alle drei Wirkungen beruhen vor allem auf der Hemmung eines körpereigenen Stoffes, genannt Prostaglandin. Dieser Stoff muss als Botenstoff vorhanden sein, damit Schmerz empfunden, Entzündungsreaktionen gestartet oder die Körpertemperatur angehoben werden kann.