Etwas Sonne für unsere Seele!
Die ersten Wochen des Jahres sind oft grau und kalt. Es fehlt etwas ... es fehlt etwas, das unserem Gemüt etwas Schwung gibt - die Wärme und das Licht der Sonne. Wenn sie sich lange nicht blicken lässt, dann kommt schon etwas Schwermut auf.
Aber dagegen ist ein Kraut gewachsen, welches schon seit Jahrhunderten ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Naturmedizin geworden ist – das Johanniskraut.
Schon im Mittelalter wurde es gegen Melancholie eingesetzt. Es geriet in Vergessenheit bis die Schulmedizin in den 70er Jahren die antidepressive Wirkung in medizinischen Studien bewies.
Die klassische Kräuterheilkunde und die moderne anthroposophische Medizin betrachten das Johanniskraut jedoch als Pflanze, die das Sonnenlicht des Hochsommers speichern kann, um die Freude des sonnigen Sommers dann im trüben Winter abzugeben und die Gemüter zu erhellen und zu erwärmen. Pharmazeutisch werden fast alle Teile des Johanniskrauts verwendet.
Die Blüten werden zum Beispiel ca. zwei Monate in kalt gepresstem Oliven- oder Sonnenblumenöl eingelegt, von Zeit zu Zeit kräftig geschüttelt und sonst nur in der Sonne stehen gelassen - durch diesen Vorgang gewinnt man das als Einreibung bekannte Johannisöl, das aufgrund seiner Farbe auch als Rotöl bezeichnet wird. Es wird äußerlich als Wundheilmittel nach Verrenkungen, Stauchungen, zur Schmerzlinderung bei Gicht, Rheuma und Hexenschuss, sowie bei Neurodermitis zur Beruhigung und Pflege der Haut oder auch bei leichten Verbrennungen angewendet.
Stängel und Blätter werden getrocknet, zerkleinert und mit einem Methanol-Wassergemisch zu einem Extrakt verarbeitet. Nach mehreren Stunden sind die Inhaltsstoffe gelöst und können durch verschiedene schonende Verfahren gewonnen und zu Tabletten oder Kapseln weiterverarbeitet werden. Die Präparate mit den verschiedensten Wirkstoffstärken finden vor allem bei leichten bis mittelschweren Verstimmungen, nervös bedingten Unruhezuständen Verwendung. Trotz seiner Vorteile ist Vorsicht geboten, wenn neben dem Johanniskraut noch weitere Arzneimittel eingenommen werden, da es zu Wechselwirkungen kommen kann. Auch ist eine Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht zu empfehlen.
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