Wenn der Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht gerät!
Wenn der Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht geraten ist, spricht man von Diabetes mellitus. Diabetes ist zu einer weltweiten Massenerkrankung geworden. Es wird von einer Epidemie des 21. Jahrhunderts gesprochen. Die Zahlen steigen so rasch an, dass man die Vorhersagen für die kommenden Jahre immer wieder nach oben korrigiert.
Diese Fakten sind Grund genug, sich wieder einer ausgewogenen gesunden Ernährung zu besinnen.
Schaun wir uns die Mahlzeiten eines 15-jährigen Jungen an: Er geht für sein Frühstück zum Bäcker und holt sich eine Zuckerschnecke, die er gemütlich auf dem Weg zur Schule isst. Später, in der Pause, trinkt er eine Coke aus dem Pausenautomaten. Fürs Mittagessen freut er sich schon auf seine Pommes mit Ketchup, wieder eine Coke und weiter gehts zum Nachmittag Snack mit einer Bratwurst aus der Bude von nebenan. Am Abend hat er dann nur noch Appetit auf ein paar Bier. Was von diesen Nahrungsmitteln, wenn man diese überhaupt so bezeichnen kann, sind wirklich nahrhaft für den Körper??? Zuckerschnecke, Coke, Pommes, Bratwurst und Bier! Diese Ernährung ist zweifelslos ein Grund, warum heutzutage auch schon junge Menschen an Diabetes erkranken! Folgeerscheinungen, die sich erst nach Jahren zeigen, sind Blindheit, Herzprobleme, Nierenversagen, Durchblutungsstörungen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Übergeweicht, nervliche Schäden, Mund- und Zahnfleischprobleme und Verstopfung. Wie wird die Zukunft dieses jungen Menschen aussehen, der mit diesen körperlichen Belastungen im Leben klar kommen muss? Ganz zu schweigen von den immensen Kosten die dadurch für unser gesundheitssystem entstehen.
Was bedeutet Diabetes? Bei Diabetes verbleibt zum einen die Glukose (Zucker) nach der Nahrungsaufnahme im Blut und wird nicht in die Zellen des Körpers aufgenommen. Zum anderen verläuft bei nüchternem Zustand die Zuckerbildung aus der Leber ungehemmt, sodass selbst ohne Nahrungsaufnahme eine Überzuckerung entstehen kann. Es gibt zwei Gründe dafür. Die Bauchspeicheldrüse produziert aufgrund einer genetischen Schädigung nicht ausreichend Insulin, dass für die Verarbeitung von Zucker in unserem Köper lebenswichtig ist. Hier handelt es sich um Diabetes I. Es ist schwer heilbar aber mit Disziplin in den Griff zu bekommen. Bei Diabetes II (der Altersdiabetes) wird genügend Insulin produziert, doch die Köperzellen haben die Fähigkeit verloren, es für den Zellstoffwechsel zu nutzen. In beiden Fällen verbleibt zu viel Zucker im Blut, eine Überzuckerung ist die Folge. Die Nieren nehmen sich dann dieser Verantwortung an und scheiden den Zucker zusammen mit wichtiger Körperflüssigkeit aus. Dadurch entsteht ein ständiger Drang, auf die Toilette zu gehen verbunden mit ständigem Durst. Die Nieren arbeiten auch Hochtouren und geben irgendwann auf! Auch Entzündungen und Infektionen lassen nicht lang auf sich warten.
Offensichtlich ist die beste Medizin eine Umstellung der Ernährung , damit sich der Zuckerhaushalt und der damit verbundene Mineralhaushalt wieder normalisiert und ein gesundes Gleichgewicht zurückkehrt.
Was müssen Sie tun? 1. Vermeiden Sie als erstes die Aufnahme von "schnellen Kohlenhydraten" . Das sind Lebensmittel, dessen Zucker schnell ins Blut gehen (Einfachzucker) und den Blutzuckerspiegel rasant ansteigen lassen. Dazu gehören generell alle modernen Lebensmittel, die industriell hergestellt wurden. Bei industriell hergestellten Lebensmitteln fehlen die wichtigen Nährstoffe, die bei der Regulierung des Zuckerhaushaltes eine wichtige Rolle spielen. (Weißes Mehl, weiße Nudeln, Weißbrot, Semmeln, Zuckerkuchen)
2. Vermeiden Sie fette Lebensmittel weniger Fleisch, Eier, Käse, Butter, Öle und Nüsse. Es geht hierbei nicht darum, diese Lebensmittel ganz und gar weg zu lassen. Auch diese Nahrungsmittel spielen eine wichtige Rolle. Das Problem liegt darin, dass in unserer modernen Gesellschaft diese Nahrungsmittel zum täglichen Genuss geworden sind. Dadurch haben sie die natürlichen Grundnahrungsmittel wie z.B. Getreide verdrängt. Verwenden Sie fette "gutschmeckende" Lebensmittel also nur zu besonderen Anlässen und lernen Sie diese mit anderen Lebensmitteln auszugleichen.
3. Bauen Sie so viel wie möglich grüne chlorophylhaltige Gemüsearten in Ihren Speiseplan ein. Chlorophyll reguliert den Zuckerhaushalt des Körpers, da es die Eigenschaft hat, den Mineralienhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Es unterstützt die Zellerneuerung, wirkt entgiftend und bringt ein gesundes leicht basisches Millieu in den Körper zurück. (Diabetiker sind generell übersäuert). Um die Auswirkungen von Diabetes zu mindern, essen Sie vorwiegend grüne Gemüsearten.
4. Essen Sie langsam und Kauen Sie gut . Es ist ganz einfach, und doch fällt es den meisten Menschen schwer. Halten Sie das hektische Alltagsleben vom Esstisch fern. Gutes Kauen gibt ein zufriedeneres Sattsein und verhindert somit das ?Überfressen?.
5. Kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt stimmulieren die Insulinproduktion auf gesunde Weise. Essen Sie demzufolge bescheiden aber dafür ein paar mal mehr am Tag.
6. Vermeiden Sie salzige, scharf gewürzte Speisen , da sie den Blutzucker senken und das Verlangen nach Süßem wieder steigt. Daraus entwickelt sich ein endloses Auf und Ab mit dem Blutzuckerspiegel.
7. Essen Sie Obst statt den Saft zu trinken. Obst entält die entsprechenden Mineralien und Ballaststoffe, um den Blutzuckerhaushalt auf gesunde Weise zu regulieren. Beim Saft sind Mineralien und Ballaststoffe entzogen, übrig bleibt einfacher Fruchtzucker, der schnell ins Blut übergeht und die Insulinproduktion unnötig strapaziert.
8. Gern werden Süßstoffe von Diabetikern verwendet. Diese sind harmlos für den Blutzuckerspiegel, belasten jedoch die Leber in hohem Maße, das wiederum andere Folgeerscheinungen mit sich zieht.
9. Das wichtigste ist die Bewegung, gesunder Sport ! Durch Bewegung gewinnen die Körperzellen ihre Insulin-Aufnahmefähigkeit zurück. Somit wird Glucose aus dem Blut kontrolliert in die Zellen zur Verbrennung abtransportiert. Die Folge ist Lust und Antriebskraft, ein besseres Wohlbefinden. Der Blutzuckerspiegel sinkt auf natürliche Weise, die Nieren müssen nicht mehr so stark arbeiten und erholen sich.
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Aber Pillen schlucken und Insulin spritzen ist weitaus weniger mühsehlig als sich all diesen gesunden Anforderungen zu stellen. Denken Sie daran: Es ist nicht ungewöhnlich, dass das Insulinspritzen eines Diabetikers (Diabetes II) nach einer gesunden Nahrungsumstellung unnötig werden kann. Auch als Vorbeugung gegen Diabetes sollten Sie Ihre Ernährung überprüfen, denn die Zuckerkrankheit ist ein schleichender Prozess . Sie tritt schneller ein als es die meisten merken. Die Dunkelziffer an Diabeteserkrankten ist hoch.
Geben Sie sich einen Ruck und überprüfen Sie Ihre Ernährung. Ändern Sie sie zum Besseren, wenn Sie Mängel entdecken. Eine drastische Veränderung der Ernährung braucht Zeit, denn der Körper weiss erst einmal nicht, was er mit Nahrung anfangen soll, die er nicht gewöhnt ist. Wie lange die Umstellung dauert, hängt von der Stärke und dem Willen der Person ab.
Fazit: Komplexe Kohlenhydrate (Hirse, Vollkornreis, Hafer, Weizen, Roggen), Gemüse und Algen (Karotten, Brechbohnen, Radieschen, Rüben, Kohrabi, Avocado, Chlorella, Spirulina, Weizen- und Gerstengras) Obst (meist heimischer Natur, keine tropischen Obstsorten ? Äpfel, Birnen, Pflaumen, Blaubeeren), natürliche Süßmittel (Reissirup, Gerstenmalz) und Bohnen (Mungo Bohnen, Kichererbsen) sind natürliche Grundnahrungsmittel. Sie brauchen länger zur Verdauung und gehen daher nicht so schnell ins Blut und halten den Blutzuckerspiegel relativ konstant. Sie enthalten Mineralien, die den Zuckerhaushalt regulieren. Kleine Mahlzeiten, gutes Kauen und einfache Lebensmittelkombinationen sind Schlüssel für einen effektiven Insulinhaushalt und demzufolgen einen stabilen Blutzuckerspiegel.
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